KI-Agenten erstellen und verwenden
Ein Agent ist ein gespeicherter Assistent für wiederkehrende Aufgaben. Er verbindet Anweisungen, ein Modell, Werkzeuge und optional eigene Wissensdateien. Sichtbare Funktionen hängen von Rolle, Arbeitsbereich und Instanzkonfiguration ab.
Agentenbibliothek
Einen Agenten starten
- Öffnen Sie Agenten.
- Suchen oder filtern Sie die Bibliothek. Zuletzt verwendet bietet schnellen Zugriff.
- Öffnen Sie Details ansehen, um Beschreibung, Beispiel-Prompts, Werkzeuge und Modell zu prüfen.
- Wählen Sie Verwenden. Formular-Agenten öffnen eine strukturierte Eingabe.
Meine Agenten zeigt Ihre erstellten oder hinzugefügten Agenten. Über Agenten hinzufügen entdecken Sie weitere freigegebene Agenten Ihrer Organisation und nehmen sie in Ihre persönliche Liste auf. Das verändert die gemeinsame Definition nicht. Vorlagen enthält freigegebene Ausgangspunkte; das Kopieren einer Vorlage erzeugt dagegen einen eigenen Agenten.
Einen Agenten erstellen
Wählen Sie Neuer Agent. Der Builder führt durch sieben nummerierte Schritte: Identität, Anweisungen, Wissen, Werkzeuge, Modell, Team und Übersicht. Beim Bearbeiten eines eigenen Agenten öffnet sich zunächst Übersicht — Schritt 7 von 7. Oben wechseln Sie zwischen Bauen und Verlauf; Expertenmodus und YAML öffnen technische Felder beziehungsweise die Konfigurationsansicht.
Beginnen Sie mit einer engen Aufgabe. Nennen Sie in den Anweisungen Aufgabe, Eingaben, Vorgehen, Grenzen und Ausgabeformat. Beispiel:
Vergleichen Sie zwei Vertragsfassungen.
Arbeiten Sie nur mit den bereitgestellten Dateien.
Listen Sie geänderte Pflichten, Fristen und Haftungsregeln in einer Tabelle auf.
Kennzeichnen Sie Unklarheiten, statt Annahmen zu treffen.
Mit Optimieren kann Intra AI einen Entwurf überarbeiten. Prüfen Sie den Vorschlag vor der Übernahme. Die technische Ansicht erlaubt außerdem YAML-Vorschau, Download und Import.
Agenten-Builder mit Übersicht und sieben Konfigurationsschritten
Beispielinstanz mit Beispieldaten. Sichtbare Funktionen hängen von Ihrer Rolle und Konfiguration ab.
Die sieben Schritte einrichten
- Unter Identität pflegen Sie Name, Beschreibung, Kategorie, Tags, Symbol, Vorschaubild-Verlauf, Gesprächseinstiege und Eingabetyp. Ein Formular eignet sich, wenn jeder Lauf dieselben Angaben verlangt; legen Sie Bezeichnung, Hilfetext, Typ und Pflichtstatus je Feld fest. Benutzer-Felder speichern persönliche Werte pro Person.
- Unter Anweisungen formulieren Sie Rolle, Vorgehen, Grenzen und Ausgabeformat. Nutzen Sie Optimieren oder eine Vorlage nur als Ausgangspunkt und prüfen Sie den Text.
- Unter Wissen hängen Sie Wissensdateien an, wählen den Abrufmodus und verwalten bei Bedarf das Kontextdokument.
- Unter Werkzeuge geben Sie integrierte Fähigkeiten, Integrationsaktionen und Sub-Agenten frei.
- Unter Modell wählen Sie das feste Modell, Denkaufwand und die angebotenen Laufzeitparameter.
- Unter Team prüfen Sie Sichtbarkeit und Mitglieder. Delegation und Sub-Agenten-Abläufe richten Sie unter Werkzeuge ein.
- Übersicht zeigt die Konfiguration und offene Punkte vor dem Fertigstellen, Speichern oder Veröffentlichen. Über die Änderungslinks gelangen Sie zum passenden Schritt. Eine Schrittmarkierung ist kein Qualitätsnachweis.
Modell, Werkzeuge und Wissen
Die Modellauswahl enthält nur Modelle, die Ihre Administration anbietet. Denkoptionen erscheinen nur, wenn das Modell sie unterstützt. Höherer Denkaufwand kann mehr Zeit und Guthaben benötigen.
Geben Sie nur benötigte Werkzeuge frei. Typische Einträge sind Dateisuche, Websuche, Deep Research, Code-Interpreter und Dokumente erstellen. Weitere Fähigkeiten sind Dokument übersetzen, Base64-Decoder, Kontextdateien aktualisieren und Nutzer fragen. Verfügbarkeit hängt von Funktionsschaltern, Diensten und Freigaben ab. Integrationswerkzeuge benötigen zusätzlich eine eingerichtete Integration und gegebenenfalls Ihre persönliche Verbindung. Unter Bestätigung gilt: Ohne Häkchen fragt der Agent vor jeder schreibenden Aktion nach; eine einzeln erlaubte Aktion kann ohne Rückfrage laufen.
Werkzeugauswahl
Unter Wissen hängen Sie Dateien an. Warten Sie auf Bereit, bevor Sie sich auf die Dokumentensuche verlassen. Eine geänderte Chunking-Strategie kann erneutes Einbetten erfordern. Das Kontextdokument AGENT.md eignet sich für kurze dauerhafte Hinweise und wird in jedem Lauf vollständig gelesen.
Benutzer-Felder speichern persönliche Angaben wie Signatur oder Region je Person. Pflichtfelder müssen vor dem ersten Lauf ausgefüllt werden. Persönliche Kontoverknüpfungen werden nicht kopiert.
Teilen, Versionen und Vorlagen
- Privat: Sie und ausdrücklich hinzugefügte Mitglieder.
- Projekt: Zugriff folgt dem zugeordneten Projekt.
- Admin (global): für alle Benutzer; nur Administratoren können dies setzen.
- Intern (nur Admins): für reguläre Benutzer ausgeblendet.
Welche Optionen verfügbar sind, hängt von Ihrer Rolle und dem Arbeitsbereichsmodus ab. Beim Bearbeiten kann ein Entwurf entstehen; andere arbeiten bis zur Veröffentlichung weiter mit der veröffentlichten Fassung. Unter Verlauf können Sie Versionen vergleichen und, sofern angeboten, wiederherstellen.
Die Vorschau führt echte Modellaufrufe aus und verbraucht Guthaben. Bestätigungspflichtige Aktionen müssen Sie anschließend in einem normalen Chat testen.
Als Vorlage veröffentlichen reicht einen Agenten zur Admin-Prüfung ein. Verifiziert und Hervorgehoben sind redaktionelle Galerie-Kennzeichnungen, keine Zertifizierung.
Formulare und persönliche Benutzer-Felder
Wählen Sie in Identität unter Input Typ die Option Formular und dann Feld hinzufügen. Verfügbar sind Text, Langer Text, Auswahl, Zahl, E-Mail, Checkbox, Datum und Datei. Vergeben Sie einen Namen, optional eine Beschreibung und bei Auswahlfeldern die Optionen. Markieren Sie Pflichtangaben mit Erforderlich und ordnen Sie Felder mit den Verschiebeaktionen. Beim Start prüft der Formularlauf die Pflichtfelder; Dateien werden dabei über den normalen Upload-Weg verarbeitet.
Formularfelder beschreiben die Eingabe eines einzelnen Laufs. Benutzer-Felder speichern dagegen persönliche Vorgaben über alle Chats hinweg. Dafür stehen kurzer und langer Text, Markdown, HTML sowie Dokumente zur Verfügung. Die Feld-ID ist der stabile Schlüssel im Prompt und lässt sich nach dem Speichern nicht ändern. Sie können Standardwert, Maximallänge und bei Dokumentfeldern die Höchstzahl festlegen. HTML wird nur in einer bereinigten Vorschau dargestellt.
Wählen Sie unter Modell ein Modell, das Ihre Aufgabe und die verwendeten Dateitypen unterstützt. Ein bereits zugeordnetes Modell kann weiterhin erscheinen, obwohl es für neue Zuordnungen nicht mehr angeboten wird. Ist es nicht verfügbar, müssen Administration oder Agentenbearbeiter einen Ersatz auswählen.
Im Expertenmodus stehen außerdem Antwortlänge, Kreativität/Temperatur und Top P sowie unter Werkzeuge das Rekursionslimit zur Verfügung. Letzteres begrenzt wiederholte Denk- und Werkzeugschritte des Agenten; es ist keine Personen- oder Spezialistenzahl. Eine erreichte Lauf- oder Ausgabegrenze kann die Aufgabe unvollständig lassen. Beginnen Sie mit den Instanzvorgaben und ändern Sie beim Testen jeweils eine Einstellung. Welche Parameter wirken, hängt auch von Modell und Anbieter ab.
Unter Team sehen Sie auch bestehende Zugriffe. Ein hinzugefügtes Mitglied kann einen fertigen Agenten sofort verwenden. Bei einem unvollständigen Agenten wird dieser Zugriff erst mit dem Fertigstellen wirksam. Eine Einladung als Admin erlaubt zusätzlich Änderungen an Dateien und Systemanweisung, muss aber angenommen werden und läuft nach der angezeigten Frist ab. Nehmen Sie die Einladung an, bevor Sie den Agenten über die normalen Freigabefunktionen verwenden. Eine spätere Beförderung zum Admin wird nicht angeboten: Entfernen Sie die Person und laden Sie sie erneut mit dieser Rolle ein. Persönliche Integrationen stammen immer von der Person, die den Agenten ausführt.
Löschen Sie einen geteilten Agenten, verlieren weitere Mitglieder ihren Zugriff; die Oberfläche warnt vor diesem Schritt. Kopieren zeigt vor Bestätigung, welche Werkzeuge, Dateien, Sub-Agenten, Formulare, Kontexte und Vorlagen mitkommen und welche persönlichen Bindungen fehlen.
Dateiverarbeitung und Dokumentvorlagen
Unter Wissen zeigt der Expertenmodus die Einstellung Datei-Handling. Sie bestimmt den Weg hochgeladener Dateien:
| Einstellung | Verarbeitung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| RAG (Standard) | Dateien werden für die Dokumentensuche aufbereitet; Integrationswerkzeuge erhalten ihren Inhalt nicht automatisch. | Textstellen finden und belegen |
| Hybrid | Dateien werden für die Suche aufbereitet und unterstützten Integrationswerkzeugen bereitgestellt. | Dokumente lesen und an ein anderes System übergeben |
| Bypass | Dateien umgehen die Suchindexierung und stehen Werkzeugen über den direkten Anhangspfad zur Verfügung. | Originaldateien über eine Integration hochladen |
Diese Einstellung verhindert nicht, dass ein Modell sein allgemeines Wissen verwendet. Soll es ausschließlich aus genehmigten Quellen antworten, schreiben Sie diese Vorgabe in die Anweisungen und prüfen Sie die Quellen der Antwort. Eine Datei im Bypass-Modus wird durch das Anhängen allein nicht durchsuchbar.
Die Chunking-Einstellungen steuern, wie Dokumente für die Suche aufgeteilt werden. Behalten Sie die geerbten Werte bei, solange kein konkretes Suchproblem vorliegt. Nutzen Sie nach einer Änderung die angebotene erneute Einbettung bestehender Wissensdateien und warten Sie auf den Abschluss.
Agentenbezogene Dokumentvorlagen gehören zu Dokumente erstellen und verwenden Vorlagen Ihrer Instanz. Das Kontextdokument AGENT.md unterscheidet sich von indexiertem Wissen: Es liefert Anweisungen oder kompakte Referenzinformationen vollständig. Halten Sie es fokussiert und prüfen Sie, ob Sie den Live-Kontext oder eine Entwurfskopie bearbeiten.
Aufgaben an Sub-Agenten delegieren
Öffnen Sie Werkzeuge und fügen Sie über die Aktionsauswahl oder den Sub-Agenten-Bereich einen Spezialisten hinzu. Der Hauptagent muss den ausgewählten Spezialisten verwenden dürfen; sein Name allein ersetzt keine Zugriffsberechtigung.
- Geben Sie dem Spezialisten eine klare Teilaufgabe und beschreiben Sie, wann der Hauptagent ihn aufrufen soll.
- Legen Sie im Rückgabe-Vertrag das erwartete Ergebnis fest, etwa Befunde mit Quellen und offenen Fragen.
- Setzen Sie Abhängigkeiten nur, wenn ein Spezialist das Ergebnis eines anderen benötigt. Eine Pipeline beschreibt eine feste Reihenfolge.
- Prüfen Sie individuelle Vorgaben und die Gesamtgrenzen der Delegation. Hauptagent und Spezialisten verbrauchen während der Ausführung Guthaben.
- Vergeben Sie Schreibrechte ausdrücklich. Werkzeugzugriff allein erlaubt nicht jede externe Änderung.
Testen Sie zunächst eine kleine Aufgabe. Öffnen Sie anschließend die Sub-Agenten-Karten im Chat, um Aufträge und Ergebnisse zu prüfen. Wird ein Spezialist bereits von einem anderen Agenten referenziert, kann sein Löschen bis zum Entfernen dieser Referenz blockiert sein.
Agenten evaluieren
Wenn Evaluationen angeboten wird, erstellen oder importieren Sie Testfälle mit Eingabe, erwarteter Ausgabe und gegebenenfalls erwarteten Werkzeugen. Führen Sie den Datensatz aus und prüfen Sie Einzelfälle statt nur einen Gesamtwert. Evaluationen verwenden die gespeicherte Agentenkonfiguration; sie testen nicht automatisch Ihren offenen, unveröffentlichten Entwurf. Nutzen Sie für Entwurfsänderungen die Builder-Vorschau und einen Chat, für den Sie ausdrücklich den Entwurf aktiviert haben. Evaluationen verbrauchen echte Modellaufrufe. Ein grüner Lauf belegt nur die getesteten Beispiele.
Änderungen speichern, testen und veröffentlichen
Ein neuer Agent und ein unveröffentlichter Versionsentwurf sind unterschiedliche Zustände:
- Geben Sie unter Identität einen Namen ein und wählen Sie Weiter. Damit entsteht ein noch unvollständiger Agent. Das bloße Öffnen des Builders legt keinen Agenten an.
- Solange der Agent unvollständig ist, werden Änderungen automatisch gespeichert. Beachten Sie den Speicherstatus in der Kopfzeile. Wissen, Werkzeuge, Team und Übersicht benötigen diesen ersten gespeicherten Agenten, bevor ihre Bedienelemente verfügbar sind.
- Arbeiten Sie die Schritte durch und beheben Sie blockierende Hinweise unter Übersicht. Mit Fertigstellen wird der Agent verwendbar. Ein unfertiger Agent kann von Mitgliedern noch nicht ausgeführt werden.
- Nach dem Fertigstellen speichern Sie Änderungen an einem privaten Agenten ausdrücklich mit Agent speichern. Bei geteilten Agenten bietet der Dialog einen Entwurf oder Trotzdem live speichern an, weil direktes Speichern die Benutzer betrifft.
Wählen Sie bei einem fertigen Agenten Entwurf erstellen, um Änderungen getrennt vorzubereiten. Im Entwurf heißt die Aktion Entwurf speichern; mit Diesen Entwurf in meinen Chats verwenden testen Sie ihn nur für sich. Veröffentlichen ersetzt die Live-Fassung für alle und schaltet Tester zurück auf die veröffentlichte Version.
Im Verlauf vergleichen Sie veröffentlichte Fassungen mit einer anderen Version, der aktuellen Builder-Konfiguration oder dem offenen Entwurf. Als Entwurf wiederherstellen erlaubt eine Prüfung vor Veröffentlichung. Wiederherstellen und jetzt veröffentlichen erstellt eine neue Version an der Spitze; die Historie wird nicht zurückgedreht. Ein offener Entwurf muss vor einer anderen Wiederherstellung veröffentlicht oder verworfen werden. Config-gesteuerte Agenten sind schreibgeschützt und werden über die Deployment-Konfiguration verwaltet.
Probleme lösen
- Prüfen Sie Filter, Meine Agenten und Projektmitgliedschaft, wenn ein Agent fehlt.
- Öffnen Sie Integrationen, wenn ein verbundenes Werkzeug eine Anmeldung verlangt.
- Prüfen Sie Bereit und die Freigabe Dateisuche, wenn Wissen fehlt.
- Veröffentlichen Sie den Entwurf, wenn andere eine Änderung erhalten sollen.
- Bitten Sie Ihre Administration um Prüfung, wenn ein Modell, Dienst oder Werkzeug nicht angeboten wird.
- Meldet der Lauf ein Rekursionslimit, hat der Agent die zulässige Zahl von Werkzeug- oder Delegationsrunden erreicht. Verwenden Sie das Teilergebnis, grenzen Sie die Aufgabe enger ein oder erhöhen Sie als berechtigte Person nur ein fachlich begründetes Limit.
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